Café der Philosophen
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Zitat des Augenblicks: Wir stehen vor der paradoxen Tatsache, dass die Erziehung zu einem der wesentlichen Hindernisse für Intelligenz und Freiheit des Denkens geworden sind.
(Bertrand Russell, engl. Mathematiker u. Philosoph, 1872 - 1970)
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Autor Thema: Gemeinsame Bewusstseinskultur  (Gelesen 3151 mal)
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« am: 15. Dezember 2009, 19:01:19 »

Die Erde ist ein selbstorganisierendes System. Der Erde ist es egal, ob Menschen hungern oder für immer aussterben. Die Vision der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur" schafft einen Weg zu einem Ziel, dass im Interesse 99,99% aller Menschen ist.

 
1.) Das Ziel der „Gemeinsamen Bewusstseinskultur“, ist es

      a) den ideologischen Kampf zu entschärfen,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung zu priorisieren und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft zu erhöhen.

=> Auf diese Weise schafft sich die Weltgemeinschaft einen klares, gemeinsames Ziel und kann so Kräfte bündeln. (Regulative Idee)

=> Anstatt auf Symptome einer globalisierenden Welt zu reagieren (Finanzkrise), wird proaktiv das selbstregulierende System entwickelt, das diesen drei Zielen gerecht werden kann.

 
2.) Schaffung eines Bezugssystems zur Erfolgskontrolle

Für die Punkte a), b) und c) werden im Diskurs messbare Indikatoren gesucht, ermittelt, definiert und eingeführt. Das Geniale ist, dass wir mit diesen Indikatoren ein gemeinsames Bewertungssystem schaffen, das unabhängig von fachspezifischen Bezugssystemen und kulturellen Hintergründen ist. Der Erfolg von Maßnahmen wird so leichter zu überprüfen sein (mittelfristig starten dazu Projekte).

 
3.) Entwicklung und Verwendung von Kommunikationswerkzeugen

Wie schaffen es tausende von Programmierern, die über die ganze Welt verteilt sind, Anwendungen zu entwickeln, die immer öfter besser sind, als eine vergleichbare kommerzielle Lösung? Faszinierend, nicht wahr?

 

Consenser.org gibt jedem die Möglichkeit, fachübergreifend Zusammenarbeiten und Diskurse jeder Art, innerhalb eines Kulturbereiches durchzuführen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig wären.

 

Jedoch für eine Gemeinsamen Bewusstseinskultur benötigen wir ein Kommunikationswerkzeug, das sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken vermag. Damit ein interkultureller Dialog erfolgreich sein kann, bedürfen wir ein Mindestmaß an gemeinsamer Sprache, gemeinsamen Werten und gemeinsamen Erfahrungen. Wir brauchen eine gemeinsame Schnittmenge.

In der Sprache George Herbert Mead´s würde es so lauten: Eigentlich entstehen die "signifikanten Symbole" aus den sozialen Interaktionen, die Menschen miteinander eingehen. Doch wo es keine Interaktion gibt, gibt es auch keine "signifikanten Symbole". Da sie noch nicht existieren, müssen wir diese "signifikante Symbole" zunächst künstlich erschaffen, damit eine effektive globale Interaktion überhaupt in Gang kommen kann.

In der Sprache Jürgen Habermas´ würde es so lauten: Um die Voraussetzungen für erfolgreiches, globales und kommunikatives Handeln zu erfüllen, bedarf es einer Schnittmenge an gemeinsamen Lebensweltkonzepten und gemeinsamen Hintergrundwissen. Diese Schnittmenge muss erst noch geschaffen werden.

 
Mit einfachen Worten erklärt
Die Muttersprache eines Menschen hängt davon ab, mit welcher Sprache ein Kind aufgewachsen ist. Wir haben Verständnis, wenn ein Mensch nicht unsere Sprache spricht. So normal wie unsere eigene Sprache, so normal sind Werte und Lebensweise für einen selber. So wenig wie ein Kind seine Sprache auswählen konnte, so wenig konnte es die Werte und Lebensweise aussuchen, in der es aufwächst. So haben wir eine bunte Welt verschiedener Denk- und Lebensweisen: verschleierte Frauen, Miss World, Kastensystem, Gleichberechtigung, Yin und Yang, Beten, Meditieren, Bibel, Koran, harmonisches Ganzes, Naturgötter, ...
 
Keiner kann was dafür, wo er geboren wurde und die entsprechende Sprache und Weltanschauung gelernt hat.
 
Als die Reisegeschwindigkeit noch bei einer Pferdestärke lag, regelten sich Probleme lokal. Glasfaserleitungen, Funk und Satelliten arbeiten für die, die es verstehen, die globalisierende Welt für sich zu nutzen. Der Rest kuckt zu und fliegt vielleicht mal in ein exotisches Land in den Urlaub.
 
Nach der Welternährungsorganisation stieg in 2008 die Zahl der hungernden Menschen auf ca. 963 Millionen. Das ist jeder siebte Mensch auf der Erde! Quelle: http://www.fao.org/news/story/en/item/8836/icode/
Zur Visualisierung: Stellen Sie sich jeden siebten Menschen, den Sie heute sehen, als kränklichen Hungernden vor.
 
Hunger entsteht selten dadurch, dass es einfach zu wenig Nahrung gibt. Es sind soziale, politische und ökonomische Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass die Nahrung zuweilen nicht zu denjenigen gelangt, die sie brauchen.
 
Es sind die historisch lokal gewachsenen Denk- und Machtstrukturen, die zu diesen Ergebnissen führen, die wir als Weltgemeinschaft nicht akzeptieren dürfen.
 
Wir müssen die Denk- und Lebensweise entwickeln, die einer immer stärker vernetzten Welt gerecht wird. Wir sollten uns auf gemeinsame Ziele und messbaren Erfolgsfaktoren konzentrieren (Top-down) anstatt uns durch die historisch gewachsenen Unterschiede gegenseitig zu blockieren (Bottom-up).
 
Wie gesagt, eine Gemeinsame Bewusstseinskultur könnte so ein Ziel sein, die Leidensreduzierung und Schwarmleistungszahl eignen sich als messbare Erfolgsfaktoren und die Entwicklung des Kommunikationswerkzeug Schnittmenge ist die Voraussetzung, damit eine Gemeinsame Bewusstseinskultur überhaupt möglich wird. 

 
Als Frage formuliert:

Wie muss das Kommunikationswerkzeug "Schnittmenge" gestaltet werden, damit in der Welt
      a) der ideologische Kampf entschärft wird,
      b) eine pragmatische Leidensreduzierung priorisiert wird und
      c) die Schwarmleistungszahl der Weltgemeinschaft erhöht wird?
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« Antworten #1 am: 16. Dezember 2009, 14:04:33 »

schnittmenge: liebe

wenn alle menschen voller liebe sind, ergibt sich daraus automatisch eine bessere welt. die liebe ist eine universelle sprache die jeder verstehen kann.
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« Antworten #2 am: 18. Dezember 2009, 19:20:06 »

Welche "Gemeinsame Bewusstseinskultur" man auch immer als "Regulative Idee" einsetzt.
Was man benötigt, ist eine Weltweit durchsetzbare Exekutive.
Egal welche Idee, ohne Macht geht es nicht !
Liebe allein wird nicht reichen, erzengel !
Denn wenn nur einer nicht liebt, bricht das System zusammen !
6.8 Milliarden "gleich" liebender Menschen ?
Das, Erzengel, ist keine Philosophie, keine Idee, das ist eine vollkommene Illusion !
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« Antworten #3 am: 19. Dezember 2009, 10:32:23 »

es ist scheinbar unmöglich, ich glaube auch, dass es keine 100% einigkeit geben wird egal welches system auch immer.

es gibt wesen, die sind nicht zur liebe fähig.

aber aus der liebe entsteht weisheit und noch ganz viele andere nützliche dinge.

mit weisheit zu regieren ist die vernünftigste lösung.

aber eins ist mächtig, einigkeit.
konsequentes handeln ist wichtig.

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« Antworten #4 am: 19. Dezember 2009, 12:17:50 »

schnittmenge: liebe

Ich finde Ihre Antwort gut: Liebe

Doch wie weit ist jemand liebesfähig, wenn er ums Überleben kämpfen muss? Wenn es in einem Gebiet zu wenig Wasser gibt, damit alle überleben können, kann es da vorkommen, dass der Überlebenswille größer ist als die Nächstenliebe?

Wir brauchen eine regulative Idee, an der die Weltpolitik ihr Handeln ausrichten kann? Ich nenne sie Gemeinsame Bewusstseinskultur, man könnte auch sagen am Eigeninteresse der Menschheit.

Wenn keiner wissen würde, welche Rolle er in der Welt einnehmen müsste, so würden 99,99% dieser Menschen bestimmt dafür sein, dass wenigstens die lebensnotwendigen Bedürfnisse aller Menschen sichergestellt wären. Was müsste geschehen, damit dies Realität wird?

Dafür mich gibt es zwei Wege - wir werden beide gebrauchen:

a)   Bottom-up: Das Politikversagen wird vom NGOs abgefedert.
b)   Top-down: Man setzt ein gemeinsames Ziel und arbeitet an deren Umsetzung.

Bei der Bekämpfung der Finanzkrise wurde innerhalb der G20 von einem globalen Konsens gesprochen. Da hatte man ein gemeinsames Ziel. Doch bereits bei der Klimaerwärmung tut man sich wesentlich schwerer (Klimagipfel). Doch wenn es um den Hunger geht, da reisen die Spitzenpolitiker erst gar nicht an: http://www.zeit.de/2009/48/Hunger

Die Weltpolitik sollte an erster Stelle die Interessen der Menschheit verfolgen, denn diese sind am Ende im Interesse aller.

Was muss geschehen, damit das allen bewusst wird?

Meine These: Das geht nur durch eine speziell dafür entwickelte Sprache.
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« Antworten #5 am: 19. Dezember 2009, 18:38:54 »

die erste welt, wir sind dazu bestimmt die liebe zu zeigen, indem wir für die menschen sorgen, dennen das wasser ausgeht oder die verhungern, aber nicht mitspenden(nur im notstand) sondern im beseitigen der gründe für die armut, denn weil wir keine liebe haben nehmen wir den schwachen alles weg. ganz salopp formuliert.

die flüchtlinge die nach europe kommen sind von uns dzu gezwungen worden, indem wir ihnen ihre narung wegfressen(fischerei) und ihre lebensmittelpreise kaputt machen(subventionen auf eigene produkte)

wir leben wie die letzten menschen, schnell nochmal alles mitnehmen, bevor das spiel zuende ist. nach mir die sintflut.

wer so lebt, muss sich nicht wundern wenn fanatismus blüht terror marschiert und extreme geschehen.



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« Antworten #6 am: 20. Dezember 2009, 00:15:53 »

These: Wenn wir alle mit Liebe handeln würden, gäbe es keine Armut.

Tatsache: Wir leben wie die letzten Menschen - ohne Liebe.

Schlussfolgerung: Deshalb brauchen wir uns über Terror und Extreme nicht wundern.


Ist damit das Denken abgeschossen? Oder will man die Herausforderung annehmen.

Herausforderung (Ziel): Es darf keine Armut mehr geben

Nun lass uns ein kleines Brainstroming durchführen. Wie kann Armut auf der Welt eliminiert werden?
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« Antworten #7 am: 20. Dezember 2009, 11:23:27 »

ich fürchte:
Den Wohlstand, wie wir in derzeit definieren, wird sich die Welt nicht leisten können.
6.8 Milliarden Menschen streiten um die letzten Ressourcen der Erde.
Das ergibt Wahrlich den totalen Krieg.

Gründe für Armut und Hunger könnten sein:
- Überbevölkerung
- Unfähige Regierungen
- Chancenungleichheit
- Internationaler Kapitalismus ohne Grenzen

Bei der Überbevölkerung hat China einen Schritt getan (1 Kind Politik) wurde aber dafür Moralisch "verprügelt"
Auch aus Wirtschaftlichen Gründen (siehe Kapitalismus) hat China inzwischen davon etwas losgelassen.

Unfähige Regierungen, die durch anheizen von Bürgerkriegen und persönlicher Bereicherung die Armut ihrer Bevölkerung
noch steigern, währen nur Militärisch zu beseitigen. (==> Kriege)

Chancenungleichheit (durch z.B. Unbildung, kein Zugang zu Krediten, Kastensysteme)
bekommen wir nicht einmal hierzulande in den Griff.

Der Internationale Kapitalismus (ohne Grenzen) fördert die Armut durch Ausbeutung und einer
zunehmenden "Verwertlosung" des Faktors Arbeit (durch Rationalisierung), welcher oft das einzige Kapital des Armen ist.

Um allein schon diese Gründe für Armut auszumerzen (und es mag noch weitere geben)
müssten wir an den Grundfesten unserer Ideale und Bequenlichkeiten so sehr rütteln, das derzeit kaum eine Mehrheit zu finden wäre.
- Einschränkung von Menschenrechten (Ein Kind Politik)
- Krieg als (letztes) Mittel zur Beseitigung der Armut !
- Erschaffung von einheitlichen Wirtschaftsregeln weltweit (z.B. Mindestlohn für alle Menschen)
  um die Marktwirtschaft wieder unter die Kontrolle eines "sozialen Ziel's" zu bringen.
  Diese würde selbstverständlich auch eine entsprechende judikative und executive benötigen.
  Mit der Folge, das die Reichen wieder Ärmer werden und der Missbrauchsgefahr einer "Weltregierung" 
- Die Erschaffung von Chancengleicheit durch Abschaffung von Privilegien, Religionen und Unbildung.
     
Kurzum:
Die Profiteure der Armut, nämlich die Reichen beseitigen (z.T. wir selbst), die Freiheit des Individiums einschränken und Akzeptanz möglicher Kriege ! 

Sind wir dazu schon bereit ?
Oder liege ich völlig daneben ?

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« Antworten #8 am: 20. Dezember 2009, 14:17:40 »

@schnittmenge;

wie kann armut in der welt beseitigt werden?

nun ja, ich stelle erst einmal fest warum das so ist, weil die laschen leute das sagen haben und falsche entscheidungen treffen. diese leute müssen zuerst ausgetauscht werden gegen vernünftige menschen. du bemerkst vielleihct wi ich hierbei unterschiedliche begriffe verwende, die einen sind menschen(weil sie menschlich sind) die anderen sind halt nur leute.

ich habe eine hemmung gewisse peronen als menschen zu titulieren. aber ich hasse sie natürlich nicht, denn ich verstehe sie, toleriere sie aber keineswegs.

damit diese gewissen leute ihre macht verlieren muss etwas heftiges geschehen. zum beispiel noch eine wirtschaftskrise, dann bricht denke ich dieses system zusammen und  wir müssen uns dann entscheiden ob wir so weitermachen wollen oder vernünftig werden.

was an der letzten krise falsch war, wir haben die schuldigen nicht verfolgt und ausgesondert, darum geht die zockerie weiter.

warten wir es mal ab, ich kann eh nichts machen, kopf einziehen ducken und warten bis wir philosophen mal was sagen dürfen.
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« Antworten #9 am: 21. Dezember 2009, 12:02:24 »

Ein Familienvater, der 30 km mit dem Auto zur seiner Arbeitsstelle in die Bank fährt ist nicht böse, auch wenn er seinen Teil an der Klimaerwärmung und Finanzkrise beiträgt.
Wäre dieser Bänker ein besserer Familienvater, wenn er seine Familie mit Harz IV ernähren würde?

Hätten die Politiker die Finanzkrise mit mehr Verschuldung nicht im Zaum gehalten, so hätten wir noch mehr Arbeitslosen und Armut.
Doch diese mehr Verschuldung, kann nur durch Wirtschaftswachstum abgebaut werden, was zu mehr Klimaerwärmung führen wird. Zwickmühlensituation

War das nicht eine tolle Idee, Biotreibstoff für unsere Autos zu verwenden, doch hat diese Idee viele Menschen hungern lassen, da diese Idee die Preise für Nahrungsmittel steigen, lassen haben (vor zwei Jahren). 

Mit guten Menschen und schlechten Leuten hat das nichts zu tun, sondern mit einem System, das keiner mehr überblickt, ein System, das uns mehr bestimmt, als das es uns lieb ist. Wir haben ein System, das zu Ergebnissen führt, die keiner will – Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Armut.  An diesem Punkt ist LIEBE und Weisheit angebracht. Eine Einteilung in gute und böse Menschen halte ich für äußerst fragwürdig.

Wir sollten nicht nach Schuldigen suchen und diese sozial zu ächten. Sie werden in der Zukunft über uns die Köpfe schütteln und die Augen verdrehen, so wie wir es heute über die Hexenverbrennung machen.


Die große Frage ist: Woran sollen wir unser Handeln ausrichten? Woran erkennen wir richtige und falsche Entscheidungen.
  • Wir müssen die Welt als ein System verstehen, das Ergebnisse produziert soll, die im Interesse aller sind.
  • Wir brauchen ein gemeinsames Bewusstsein, was im Interesse aller ist. Doch dafür fehlt uns heute noch die entsprechende Sprache. Diese muss erst entwickelt werden: http://de.consenser.org/ger/consenser/875
  • Das, was im Interesse aller ist, wird die regulative Idee sein, woran wir unsere Entscheidungen und Handlungen richten werden.
  • Unser handeln wird anhand von messbaren Indikatoren überprüft und wenn notwendig korrigiert. Ein Indikator könnte die Schwarmleistungszahl sein: http://de.consenser.org/node/1735


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« Antworten #10 am: 21. Dezember 2009, 15:29:24 »

ich glaube, dass das Problem nicht bei den Menschen, sondern bei dem liegt, was die Menschen geschaffen haben. Ich meine damit, dass einfach die Faktoren, denen wir uns notwendigerweise zum Teil unterordnen und die wir selbst geschaffen haben - also Wirtschaft, Gesellschaft, Gesetze, Kultur - verändert werden müssen. Dont´t hate the player, hate the game. Denn wir haben uns unsere eigene kleine Welt so geschaffen, dass z.B. ein Banker denkt, dass er mit seinem Wirtschaften Gutes tut (Lehre der freien Marktwirtschaft), er aber nicht mitgekriegt, was er mit seinem Tun auf anderen Teilen der Erde anrichtet. Dieser Banker muss nicht grundsätzlich böse, schlecht oder ein Idiot sein.

Jetzt könnte man argumentieren, dass man ihm zeigen muss, was das ganze System anrichtet (die Betonung liegt auf System, da es nicht nur die Wirtschaft ist; das mit den Menschenrechten wurde schon korrekt angesprochen). Aber da treten dann mehrere Probleme auf:
1. um diese Erkenntnis zu bekommen, wäre er ja schon auf das System angewiesen, nämlich die Medien (er informiert sich) oder die Infrastruktur (er fliegt nach Afrika oder China, auch wenn das weniger tun würden als einfach zu recherchieren),

2. wenn man jetzt die Medien nimmt: es ist nicht sicher, ob er die Erkenntnis kriegt, dass wir was ändern müssen, weil die Medien auf der einen Seite Dinge aus der Distanz zeigen (kann jeder ausprobieren, was eher anschlägt: Erlebnisse aus der Nähe oder aus der Distanz), solche Dinge in großer, unüberschaubarer Form auf ihn einhämmern (Negatives verkauft sich; umso größer die Menge, umso eher verliert der Mensch die Übersicht) und er zu sehr durch die Kultur geprägt sein könnte ("kommt halt davon, wenn die im Kongo sich die ganze Zeit bekriegen"; oder generell "die anderen sind schuld").

3. ein "bekehrter" Mensch ja schon ein Erfolg wär, um aber die entscheidende Wende einzuleiten, noch viel mehr notwendig wären, wodurch wieder die obrigen Punkten aktiv werden würden.

Wenn man noch ein bisschen nachschaut, findet man noch viel mehr Stellen, wo es nicht unbedingt der einzelne Mensch ist, der nicht funktioniert, sondern es das ist, was der Mensch geschaffen hat. Bei all den ganzen Sachen, die der Mensch so bis jetzt fabriziert hat und noch fabrizieren wird, kommt mir spontan nur eine Möglichkeit in den Sinn: eine Revolution, eine Art völliger Neuanfang. Man müsste klären, wie man die Dinge, die der Mensch schafft, so aufbaut, dass das ganze System nicht den Bach runter geht (denn leider ist er auf Politik, Gesellschaft, Wirtschaft angewiesen). Und was ebenfalls schwierig ist, ist den Menschen davon zu überzeugen, dass eine Revolution der wahrscheinlich einzige Weg ist (seit dem Kommunismus hat der Mensch es ja nicht so mit Revolutionen). Aber ich glaube schon, dass sich was verändern lässt, da der Mensch ja durch sein Schaffen sich selbst formen kann.

Was meint ihr dazu?
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« Antworten #11 am: 21. Dezember 2009, 18:18:29 »

ich glaube nicht dass wir etwas ändern können, wir müssen warten bis die "dinosaurier" austerben und dann kommen wir säugetiere aus den löchern und können uns zum menschen entwickeln.

der profit regiert die welt in fast allen bereichen, dagegen kommt keiner an und die vernünftigen menschen, die etwas ändern könnten und würden, sind einfach zu wenige und nicht an der macht.

wenn ein mäuschen aus dem bau lugt, dann kommt der raptor und frisst einem den kopf ab.

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« Antworten #12 am: 21. Dezember 2009, 19:57:43 »

Um etwas zu verbessern benötigt man die Massen.
Um diese zur Veränderung zu Bewegen, muss man sie von Irrtümern befreien, weiter Aufklären.
Man tut ja gerade so, als sei Kant beendet, die Aufklärung gar abgeschlossen.
Beispiele:

Aufklären,
das Demokratie nicht nur bedeutet, die Pflicht zu haben zu einer Wahl zu gehen, einen Rhetorisch begabten Idioten zu wählen, der dann für einen Entscheidet. Auch muss klar werden, das die bestehende Demokratie alles andere als des Weisheits letzter Schluss ist.

Aufklären,
das Wohlstand nicht zwangsläufig einer (total) freien Marktwirtschaft bedarf, und das jede Krise
denen Nutzt,deren Absicht es ist Angst und Unsicherheit zu schüren um das Rad der Ausbeutung weiter drehen zu können

Aufklären,
das in der Privatisierung öffentlicher Aufgaben (Bildung, Gesundheit etc.) kein Segen liegt, sondern ein Fluch.

Aufklären,
das Medien einen manilpulierenden Charakter haben (und wollen), sie kein Abbild der wahren Welt sind.

Aufklären,
das die Schulen längst nicht mehr Bilden, sondern nur noch Ökonomisch verwertbares Humankapital erzeugen.
(Fast food Wissen = schnell und viel lernen, wenig Zeit zum denken)   

die Liste könnte man wohl ewig weiterführen.
Vielleicht sollte es mal einen Philosophischen TV Sender geben, der es sich zur Aufgabe macht Aufzuklären.
Um den Gegner, die Dummheit, mit den eigenen Waffen zu schlagen, müsste man die Aufklärung in gewisser Weise "Unterhaltsam" gestalten.
Das wär doch mal was, oder ?
Jedenfalls könnte man damit die Massen erreichen !     
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« Antworten #13 am: 22. Dezember 2009, 10:58:21 »

EDPS

erster deutscher philsophiesender

das wäre doch was, ich wäre stammzuschauer.

in einer welt wo nur nach profit geschaut wird bleibt kein raum für ökonomie, vernunft oder soziales. so ist nun mal so, leider.
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« Antworten #14 am: 24. Dezember 2009, 10:57:20 »

@SothaSil:
Ich finde Web 2.0 super. Ich erlaube mir Deinen Satz „Dont´t hate the player, hate the game.“ umzuschreiben zu => „Dont´t hate the player, change the game.“ Ich denke dieser Satz gibt wieder, was wir beide in etwa denken: Menschen bekämpft euch nicht, sondern sucht gemeinsam nach einem besseren System.

Das Problem, was Du aufzeigst: Wie sollen wir das System verändern, wenn unsere Erkenntnis auf dem aktuellem System aufbaut.

Antwort:
Durch die Schaffung einer regulativen Idee, an der wir unser Handeln orientieren können. Diese regulative Idee lautet: Schaffung einer Gemeinsamen Bewusstseinskultur.

Der Weg:
Durch Schaffung einer neuen Kommunikationssprache wird das Einbinden der eigenen Wirklichkeiten in diese regulative Idee vereinfacht. Es handelt sich dabei nicht um eine „ideale Sprache“ sondern um eine praktische Sprache, deren Effektivität anhand messbarer Steuergrößen überprüft und optimiert wird.

Keine Revolution:
Wir brauchen keine Revolution, denn keiner kennt das Design des „richtigen Systems“, doch wir können uns auf die gewünschten Ergebnisse einigen und uns durch „Trail and Error“ diesen Ergebnissen langsam annähern.



@erzengel

Sie wissen nicht, was sie tun, ich auch nicht! Deshalb sind Bescheidenheit, Liebe und Vergebung angebracht. Ist das nicht ein Leitspruch von Dir?



@freigeist
Ja, jeder kann seine und andere Wirklichkeiten beeinflussen. Die Medien machen das sehr effektiv mit den Massen. Doch Du brauchst die Massen nicht, damit Deine Familie und Freunde, dank Dir sich besser fühlen.

Ja, wir brauchen Aufklärung. Wobei ich sie etwas anders verstehen. Nicht Bottom-up Aufklärung, sondern „learing by philosophieren“. Nicht an „Moden“ orientieren, sondern durch eigene Gedanken und dem Feedback anderer lernen.

Ja, die Philosophie sollte für alle zugänglich sein. Deshalb habe ich das virtuelle [Philosophische Café] geschaffen. Gehe mal auf http://de.consenser.org/philosophisches_cafe und klicke auf die Schaltfläche „Einführung“.


@An alle
Schaut doch mal werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr in den [Text-Chat] rein. Dort verabreden wir uns zu Sprachtreffen und mehr ... http://de.consenser.org/l-philo-chat?format=blank

Ich wünsche allen Schöne Weihnachten!


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31. Juli 2010, 13:39:38
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31. Juli 2010, 07:59:05
Ich gucke, also bin ich (Fußballfan)? Zwinkernd
08. Juli 2010, 17:34:12
ich gucke! Grinsend
03. Juli 2010, 13:13:50
eine stunde in der sonne-nbad, puh läuft mir der schweiß wie wasser runter.
24. Juni 2010, 16:52:32
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uuuups,hehe...
hm,keine ahnung was ich schreiben soll... Grinsend
ich glaub ich bin anfällig für die "shout-sucht"^^
24. Juni 2010, 13:40:33
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ich finde dich cool,ehrlich Lächelnd
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 Zwinkernd
ich finde dich cool,ehrlich Lächelnd
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